Roger Federer: Biographie
Die ersten Schritte: Federers Kindheit
Roger Federer wurde am 8. August 1981 in Basel geboren. Sein Vater ist Schweizer, seine Mutter Südafrikanerin. Seine Kindheit verbrachte er hauptsächlich im Großraum seiner Geburtsstadt, wo er auch das Tennisspielen bereits im Alter von drei Jahren erlernte und mit 8 Jahren in einen Tennisverein eintrat. Seine ersten Trainer waren Adolf Kacovsky und Peter Carter.Die Entscheidung, professionell Tennis zu spielen, traf Roger Federer bereits im Alter von 12 Jahren - eine Entscheidung, die er nicht bereuen musste, denn in den folgenden Jahren gewann Federer, der bald ins nationale schweizer Trainingscenter nach Ecublens wechselte, nicht weniger als sieben nationale Juniorentitel. Seinen ersten internationalen Erfolg feierte er 1995, als er beim Orange Bowl in Miami, einem großen Juniorenturnier, das Achtelfinale erreichte.
Seinen ersten Juniorentitel gewann Federer 1997 im Alter von 15 Jahren mit dem Sieg in Prato, woraufhin er die Schule abbrach und sich fortan ausschließlich auf Tennis konzentrierte - eine riskante Entscheidung, denn von den Einnahmen aus Juniorenturnieren konnten selbst die Besten kaum leben. Dennoch sollte sich das Wagnis schon bald ausszahlen, denn im Folgejahr, 1998, erreichte Federer zuerst das Halbfinale Juniorenturniere der Australien Open und im weiteren Verlauf des Jahres auch das von Wimbledon - im Einzel und Doppel, und er gewann beide! Nachdem er zum Saisonende sogar den Orange Bowl für sich entscheiden konnte, kletterte er auf die Spitzenposition der Junionren-Weltrangliste. Der Weg zum Profi stand damit offen.1999-2000: Erste Schritte als Tennisprofi
Die Position 1 auf der Weltrangliste der Junioren und der Titel des Junioren-Weltmeisters erleichterte Roger Federer den Einstieg ins Profitennis etwas: Die Turnierorganisatoren der ATP-Tour gaben ihm in seiner ersten Profisaison insgesamt 8 Wildcards für das Hauptfeld, so dass er schon nach Ablauf des 1. Quartals 1999 in die Top 200 der Weltrangliste vorstoßen konnte.Im weiteren Verlauf des Jahres debütierte er bei seinen ersten beiden Grand-Slam Turnieren: Paris/Roland Garros und Wimbledon, wo er jedoch beide Male schon in der 1. Runde verlor. Doch schon im Herbst gelang ihm in Wien erstmals, ein Halbfinale der ATP-Tour zu erreichen. Der Erfolg bescherte ihm seine erste Top-100-Position auf der ATP-Weltrangliste und zum Saisonende hatte sich Roger Federer bis auf den 64. Tabellenplatz vorgearbeitet.
Für das neue Jahrtausend hatte sich Roger Federer zunächst ein sehr moderates Ziel gesetzt - er wollte sich in den Top 50 der Weltrangliste etablieren. Ein Ziel, das er schon sehr bald erreicht hatte: Im Hallenturnier von Marseille erreichte Roger Federer das Finale, wo er seinem Landsmann Marc Rosset unterlag. Da die Top 50 damit bereits erreicht war, korrigierte Federer seine Ziele kurzerhand nach oben: Dann eben die Top 25 :-).
Es folgte ein eher erfolgloser Sommer mit mehreren Niederlagen schon in den ersten Runden, doch bei den Olympischen Spielen in Sydney trumpfte Federer wieder groß auf und erreichte das Halbfinale, unterlag dann jedoch im Kampf um eine der begehrten Medaillen. Nach dem Erreichen eines zweiten Finales auf der ATP Tour - in Basel bei seinem Heimturnier unterlag er im Finale dem Schweden Enqvist - lief Federer zum Saisonende auf Platz 29 der ATP-Weltrangliste ein und verpasste sein selbst gestecktes Saisonziel damit nur knapp. Im Winter verpflichtete er Pierre Paganini als Fitnesstrainer.

