Roger Federer::Spielstil und Charakteristika
Roger Federers Stil und Spielweise
Experten sind sich einig: Kaum ein Spieler der Tour hat einen so vielseitigen Spiel wie Roger Federer und selbst in der Geschichte des weißen Sports findet sich kaum jemand, den man mit Federer vergleichen könnte. Federer kann auf jedem Belag erfolgreich spielen und ist mit seinem umfassenden Stil eher einseitig veranlagten Spielern wie Andy Roddick oder Lleyton Hewitt, deren Stärken vornehmlich im Aufschlag oder der Beinarbeit zu suchen sind, klar überlegen.Federer agiert in der Hauptsache von der Grundlinie aus, auch wenn er sich auch durchaus beim Serve-and-Volleyspiel wohl fühlt. Dennoch erzielt er gerade von der Grundlinie die entscheidenden und schönsten Punkte. Roger Federers stärkster Schlag ist die - von vielen Tennis-Experten als die stärkste der Welt bezeichnete - Vorhand. Sein Vorhandschlag ist an Genauigkeit und Schnelligkeit kaum noch zu verbessern. Federer setzt die Vorhand daher auch meist ein, um den "finalen Shot" zu setzen oder den Gegner in eine schwierige Situation zu drängen.
Federers Rückhand gilt - im Vergleich zur Vorhand - als die schwächere Seite seines Spiels. Er spielt sie hauptsächlich als Rückhandslice, um die Gegner damit in die Defensive zu drängen und sie dazu zu zwingen, seine stärkere Vorhand anzuspielen oder ihm eine Gelegenheit für das Umlaufen der Rückhand zu bieten. Interessanterweise nannte das Time Magazine in einem Artikel aus dem Jahr 2007 den Einsatz von hoch aufspringenden, langen Bällen auf die Rückhand einen von insgesamt fünf von den Experten der Zeitschrift ausgemachten Wegen, um Federer zu schlagen.EIn weiterer Grundstein für Roger Federers Erfolg sind seine hervorragende Beinarbeit und seine Laufwege auf dem Tennisplatz sowie sein defensives Spiel. Die gemeinsam mit seinem Konditionstrainer Pierre Paganini entwickelten Bewegungsabläufe geben Federer die Möglichkeit, ankommende Schläge wesentlich schneller und effektiver zu umlaufen als seine Konkurrenten, so dass Federer wesentlich mehr Zeit für eine überlegte Antwort bleibt. So kann Federer selbst in bedrängten Situationen sehr schnell wieder die Initiative ergreifen.
Federers Aufschlag gilt als nicht besonders hart, doch als sehr variantenreich. Der Schweizer schlägt - verglichen mit seinen direkten Konkurrenten - kaum Asse und Service Winner, doch auch hier hat sich Federer in den letzten Jahren erheblich verbessert.
Federers Auftreten auf dem Platz ist beispielhaft. In jungen Jahren oft aufbrausend und emotional, ist Roger schon seit Jahren die Ruhe selbst auf dem Court und zeigt kaum noch Emotionen. Seine Nervenstärke zeigt sich insbesondere in kritischen Situationen, was sich beispielsweise an seiner ausgezeichneten Tie-Break Bilanz zeigt, wo er hinter Novak Đoković mit rund 65 Prozent gewonnener Tie-Breaks auf dem zweiten Platz der Statistiken liegt. Darüber hinaus führte Federer mehrmals die Jahresliste der abgewehrten Breakchancen an.

